Mohnduo im Juni

Mohnduo im Juni

Spiegelblick: Nikon D750, Sigma f/5-6.3 150-600 mm, 320 mm KB, 1/500s, f/11, ISO 400

Auf einem Abendspaziergang entdeckte ich die Mohnblüten, welche als „Fremdlinge“ im hellen Grün des Feldes überall ihre Köpfe streckten. Gleich am nächsten Tag machte ich mich früh auf, um eine schöne, tiefstehende Sonne und das warme Licht der Goldenen Stunde  zu nutzen. Zum Glück hatte ich auch das schwere grosse Telezoom dabei, denn die fotogensten Mohnblüten fand ich nicht am Feldrand und das Makro-Objektiv weist nur eine Brennweite von 105 mm auf.

Der Vorteil der langen Brennweite ist nicht nur, Entferntes nahe heranzuholen – auch das Bild wird „verdichtet“.

Ich probierte verschiedene Ausschnitte aus. Zuerst platzierte ich die Blüten etwas höher, ungefähr auf der oberen Drittelslinie. Das ganze „Gespann“ mit den behaarten Stielen kam dann aber viel zu wenig zur Geltung. Am Ende entschied ich mich für eine horizontal mittige Platzierung und legte die Blütenköpfe der beiden Mohnblumen ganz leicht über der vertikalen Mitte. Es braucht den oberen Leeraum, welcher durch die in Unschärfe verschwindenden Ähren entsteht.

Das Bild zeigt, wie die Lichtverhätnisse für solche „Streiflicht-Aufnahmen“ in den Stunden einer tief stehenden Sonne (Goldene Stunde) einfach fantastisch sind. Nicht zu unterschätzen ist, dass sich die Lichtverhältnisse in dieser Zeit enorm schnell ändern.

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